Führerscheinsehtest

Lenkrad

Wer andere Verkehrsteilnehmer zu spät sieht, Schilder schlecht lesen kann und Geschwindigkeiten nicht richtig einschätzt, ist eine Gefahr für sich und andere! Nach Schätzungen des Bundesverbandes der Augenärzte sind etwa 300.000 Unfälle im Jahr darauf zurückzuführen, dass der Verkehrsteilnehmer nicht ausreichend gut sieht!

Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber verfügt, dass „Bewerber um eine Fahrerlaubnis der Klassen A, A1, A2, B, BE, AM, L oder T sich einem Führerschein-Sehtest unterziehen“ (§ 12 Abs. 2 Fahrerlaubnisverordnung). Ohne Sehtest gibt es keinen Führerschein. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und zwar aus gutem Grund: 90 Prozent aller Sinneseindrücke beim Autofahren werden über die Augen aufgenommen!
Mangelnde Sehschärfe erhöht das Unfallrisiko enorm und kann verheerende Folgen haben. Deshalb hat der Gesetzgeber als Grenze eine Sehleistung vorgegeben, die im Regelfall nicht unterschritten werden darf. Sie liegt bei einem Visus von 0,7. Wer diesen Wert nicht erreicht, hat den Sehtest nicht bestanden. Doch keine Sorge – wenn Sie diese Sehschärfe ohne Brille nicht erreichen, können Sie den Test mit einer Brille wiederholen. In diesem Fall wird jedoch in Ihrem Führerschein vermerkt, dass Sie eine Sehhilfe benötigen.
Es ist wichtig, dass Sie sich ausweisen können und Ihren gültigen Reisepass oder Personalausweis mitbringen. Der Sehtest wird durch eine Bescheinigung bestätigt, diese  müssen Sie der Fahrschule vorlegen.
Der Sehtest muss von einer „amtlich anerkannten Sehteststelle“ durchgeführt werden. Wir führen Führerschein-Sehtests für die Klassen A, A1, A2, B, BE, AM, L und T durch. Für den Führerscheinsehtest erheben wir die gesetzlich vorgeschriebene Gebühr von 6,43 Euro. Führerschein-Sehtest die Führerschein-Klassen C, C1, CE, C1E, D, D1, DE, D1E und die Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung müssen sich bei einem Augenarzt oder einem anderen in Anlage 6 (zu den §§ 12, 48 Absatz 4 und 5) der Fahrerlaubnisverordnung genannten Arzt untersuchen lassen.